Halbzeit-Bilanz Legislaturziele der Schulpflege fällt positiv aus
Die Schulpflege hat vor zwei Jahren die Zielsetzungen für die Amtsperiode 2022 – 2026 festgelegt. In der Hälfte der laufenden Legislatur hat die Behörde Bilanz gezogen, was zwischenzeitlich umgesetzt wurde bzw. was in den kommenden zwei Jahren noch anzugehen ist. Vieles läuft nach Plan, kleine Justierungen müssen aus Kapazitätsgründen vorgenommen werden.
Fokus auf Lernerfolg für alle
Die Schule Pfäffikon hat sich vorgenommen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Umgang mit Vielfalt im Klassenzimmer erleichtern. So hat die Schulpflege ein Reglement erlassen, das den Schuleinheiten die Möglichkeit gibt, Schülerinnen und Schüler mit besonderen Lernbedürfnissen vorübergehend ausserhalb des Klassenverbandes in einer sogenannten Schulinsel zu unterrichten. Des Weiteren sollen die Mitarbeitenden im Frühling 2025 im Rahmen eines partizipativen Schulentwicklungsprozesses ihre Expertise einfliessen lassen, wie pädagogische Herausforderungen im Unterricht bestmöglich bewältig werden können und der Lernerfolg für alle Schülerinnen und Schüler auch in Zukunft sichergestellt ist. Auch im Bereich der Tagesstrukturen konnte mit dem Pilotversuch «Ferienbetreuung» das Betreuungsangebot optimiert und das Profil der Schule Pfäffikon als Lern- und Lebenswelt für alle Kinder weiter geschärft werden.
Neue Funktionen im Bereich digitale Bildung
Um mit den wachsenden Anforderungen im Bereich der Digitalisierung mithalten zu können, wurde der pädagogische ICT-Support eingeführt. Es handelt sich hierbei um Lehrpersonen mit digitalen Fachkenntnissen, welche die Schulteams vor Ort beim qualitativen Einsatz der Geräte im Unterricht unterstützen. Für die Koordination von gesamtschulischen ICT-Projekten wurde ein Stellenprofil für eine Leitung ICT erstellt. Die Stelle konnte per 1. September 2024 erfolgreich besetzt werden. Erste Aufgaben sind die Ausschreibung für die Ersatzbeschaffung von Computern, die Einführung einer neuen Schülerdatenbank und die Klärung von offenen Fragen rund um die Daten- und Informationssicherheit. Zahlreiche weitere Projekte stehen auf der Pendenzenliste.
Meilensteine in der Schulraumplanung
Mit der Genehmigung des Baukredites für den Erweiterungsbau Pfaffberg im November 2023 kann der provisorische Schulraum in der Sekundarschule voraussichtlich im Sommer 2027 anderweitig genutzt oder rückgebaut werden. Parallel dazu hat eine Arbeitsgruppe unter Einbezug eines Architekten geprüft, wie auf dem Schulareal Mettlen für die wachsende Primarschule ausreichend Schulraum bereitgestellt werden kann und gleichzeitig die anstehenden Instand- und Unterhaltsarbeiten anzugehen sind. Auch hier ist man aus Sicht der Schulpflege einen grossen Schritt weiter, so dass die Bevölkerung im September 2025 über den Projektierungskredit und später im März 2027 über den Bau-/Sanierungskredit befinden kann.
Einführung Leitung Bildung
Nach zwei Jahren lässt sich sagen, dass die Funktion des Leiters Bildung die Mitglieder der Schulpflege und den Leiter Schulverwalter in pädagogischen Belangen stark entlastet. So wurden verschiedene Aufgaben in Angriff genommen, die vorher aus zeitlichen Gründen nicht angegangen werden konnten. Beispielsweise wurde eine projektbezogene Kooperation zwischen Gemeinde- und Schulbibliothek initiiert. Ebenfalls wurde die Neuausrichtung des Therapie-Angebots mit zentraler Personalführung realisiert sowie die Schule Pfäffikon als Kooperationsschule der Pädagogischen Hochschule Zürich im Verbund mit den umliegenden Gemeinden organisiert. Auch verschiedene Reglemente wie zum Beispiel die Handhabung von Absenzen und Dispensationen, die Organisation der Schulbesuche der Schulpflege und sämtliche Unterlagen im Bereich Krisen- und Notfallmanagement wurden aktualisiert. Im Bereich der Qualitätssicherung wurden die Schulprogramme und das interne Berichtswesen vereinheitlicht, so dass die Schulpflege über Steuerungswissen verfügt und so ihre strategische Aufgabe besser wahrnehmen kann. Als Mitglied der Geschäftsleitung ist die Leitung Bildung die treibende Kraft bei der Umsetzung der Legislaturziele und pflegt die Vernetzung mit zahlreichen Abteilungen und Fachstellen.
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Im Bereich der internen Kommunikation werden die Mitarbeitenden neu in regelmässigen Abständen mittels Info-Bulletin über die Entscheide und relevanten Themen der Schulpflege und der Geschäftsleitung informiert. Bei der Bewältigung der Vertrauenskrise rund um die Trennung von einer Lehrperson, welche medial aufgegriffen wurde, war die Schulführung in Sachen interne Kommunikation stark gefordert. Die gemachten Erfahrungen werden in das neue Kommunikationskonzept einfliessen, welches in der zweiten Hälfte der Legislatur angegangen wird.
Nachbearbeitung Fall «Daniel Brunner»
Die Schulpflege hat beschlossen, Lehren aus dem Personalfall «Daniel Brunner» zu ziehen. Die personalrechtlichen Abläufe sollen überprüft und verschriftlicht werden. Ebenso wird ein Projekt initiiert mit dem Ziel, die Belastung des Schulpersonals in Druck- und Konfliktsituationen in der Zusammenarbeit mit Eltern zu entschärfen. Die Schulpflege hat dazu einen Projektauftrag genehmigt, der das weitere Vorgehen beschreibt, damit bis im Sommer 2025 erste Ergebnisse vorliegen.
Was kommt noch?
In der zweiten Halbzeit der laufenden Legislatur gilt es das Projekt «Steuerung Sonderpädagogik» abzuschliessen, womit die Ressourcen im Bereich der besonderen Förderungen noch zielgerichteter eingesetzt und besser überblickt werden sollen. Auch das ICT-Konzept bedarf einer grundlegenden Überarbeitung. Zudem werden die Schuleinheiten im Bereich der Medienbildung abgleichen, welche Inhalte auf welcher Stufe vermittelt werden. Laufende Projekte wie Schulbauten, Lernerfolg für alle und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagement werden gemäss Planung weiterverfolgt.
Die Schulpflege ist mit der bisherigen Umsetzung der gesteckten Ziele zufrieden. Es bestätigt sich, dass die im September 2022 beschlossenen strategischen Zielsetzungen Orientierung geben und eine gemeinsame Weiterentwicklung der Schule Pfäffikon unterstützen.