Schulstandort Auslikon – Rückläufige Schülerzahlen erfordern frühzeitige Auseinandersetzung mit der Zukunft
Die rückläufigen Schülerzahlen im Kindergarten und in der Primarschule in der Gemeinde Pfäffikon stellen die Schule zunehmend vor Herausforderungen bei der Klassenbildung und der langfristigen Ressourcenplanung. Besonders spürbar ist diese Entwicklung am kleineren Schulstandort Auslikon. Die Schulpflege setzt sich deshalb frühzeitig mit möglichen Perspektiven für den Standort auseinander und hat die Bevölkerung von Auslikon zu einer Dialog-Veranstaltung eingeladen.
Die Zahl der Kinder im schulpflichtigen Alter ist in den vergangenen Jahren in Auslikon und in der gesamten Gemeinde zurückgegangen. Am Schulstandort Auslikon wird aktuell eine altersdurchmischte Klasse der 1. bis 3. Primarstufe geführt. Kleinere Klassen konnten in der Vergangenheit durch grössere Klassen an anderen Schulstandorten ausgeglichen werden. Aufgrund des allgemeinen Geburtenrückgangs wird dies zunehmend schwieriger. Hinzu kommen die kantonalen Rahmenbedingungen. Der Erhalt kleiner Klassen ist derzeit nur dank zusätzlicher kantonaler Ressourcen möglich. Ob diese Unterstützung auch langfristig zur Verfügung steht, ist ungewiss und erschwert die Planung.
Kein Pfäffiker Einzelphänomen
Die Entwicklung in Pfäffikon steht in einem grösseren demografischen Zusammenhang. Nach Jahren steigender Schülerzahlen zeichnet sich auch im Kanton Zürich eine Trendwende ab. Insbesondere im Kindergarten und auf der Primarstufe machen sich die tieferen Geburtenzahlen zunehmend bemerkbar. Damit stehen neben Pfäffikon auch andere Gemeinden vor der Frage, wie ihre Schulstrukturen bei rückläufigen Kinderzahlen langfristig gestaltet werden können. Dabei gilt es, eine gute Bildungsqualität sicherzustellen und gleichzeitig personelle, räumliche und finanzielle Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen.
Besondere Ausgangslage in Auslikon
Die Schulpflege ist sich bewusst, dass der Schulstandort Auslikon nicht allein anhand von Schülerzahlen beurteilt werden kann. Das Schulhaus ist weit mehr als ein Ort des Lernens. Kurze Schulwege, die familiäre Atmosphäre und die enge Verbundenheit mit dem Dorf machen die Schule zu einem wichtigen Treffpunkt für Familien und zu einem bedeutenden Bestandteil des Dorflebens. Bei der Beurteilung der weiteren Entwicklung sollen deshalb unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden: gute Bildungsangebote für alle Schülerinnen und Schüler, ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln, faire und stabile Anstellungsbedingungen für das Schulpersonal sowie die Bedeutung der Schule als Begegnungs- und Identifikationsort.
Bevölkerung von Auslikon wird frühzeitig einbezogen
Die Schulpflege möchte die weiteren Überlegungen transparent führen und die direkt betroffene Bevölkerung frühzeitig einbeziehen. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Auslikon wurden deshalb zu einer Dialog-Veranstaltung am Samstag, 12. September 2026, eingeladen. An der Veranstaltung informiert die Schulpflege über die Entwicklung der Schülerzahlen, die Auswirkungen auf die Klassen- und Ressourcenplanung, die kantonalen Rahmenbedingungen und die aktuellen Überlegungen. Gleichzeitig soll Raum bestehen, um Fragen zu beantworten sowie Sichtweisen und Anliegen aus der Bevölkerung aufzunehmen und mögliche Perspektiven für den Standort zu diskutieren.
Ein Entscheid über die Zukunft des Schulstandorts Auslikon ist damit nicht vorweggenommen. Die Dialog-Veranstaltung ist Teil der Auseinandersetzung mit den künftigen Rahmenbedingungen und möglichen Perspektiven.