24.06.2026

Sponsorenlauf für die Igel

Wir haben in der Klasse 4a im Schulhaus Steinacker dieses Jahr einen Sponsorenlauf organisiert. Wir sind eine halbe Stunde lang unzählige Runden gerannt, bis wir alle rote Köpfe hatten und ausser Puste waren. Unsere Eltern, Grosseltern und Bekannten haben uns aus vollem Hals angefeuert. Die besten Lehrerstudentinnen, die wir je hatten, Frau Rodrigues und Frau Rychner, haben den Sponsorenlauf in der Turnhalle vorbereitet. Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Weshalb diese Anstrengung? Die Antwort: Adrian aus unserer Klasse hat einen Vortrag gehalten über Igel. Er hat auch erzählt, wie er in der Igelstation Hinwil freiwillig gearbeitet hat (und immer noch dort hilft). So beschlossen wir im Klassenrat spontan, als Klasse ebenfalls zu helfen. Durch den Sponsorenlauf kamen sage und schreibe 2’140 Franken und 80 Rappen zusammen – an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle unsere Spenderinnen und Spender! Wir haben alles der Igelhilfe Hinwil gespendet – auf dem Bild seht ihr, wie wir das Geld dem Leiter Marco Schaffner übergeben haben, der damit Miete, Futter und Medizin bezahlen kann. Er hat ein grosses Helferteam – alle arbeiten ohne Lohn, um jedes Jahr unzählige kranke und unterernährte Igel aufzupäppeln und dann wieder auszuwildern.

Besuch auf der Igelstation

Wir durften mit unserer Klassenlehrerin und den Lehrerstudentinnen schon vor dem Sponsorenlauf nach Hinwil auf die Igelstation reisen. Dort haben wir gesehen, wie das gesammelte Geld eingesetzt wird. Ausserdem haben wir viel gelernt. Zum Beispiel ist es für Igel gefährlich, Schnecken zu fressen, weil sie dabei oft Parasiten auflesen. Viel besser für sie sind Spinnen, Käfer und andere Insekten. Obwohl Igel nachtaktiv sind und deshalb während unseres Besuchs mehrheitlich in ihren mit Zeitungspapier ausgelegten Boxen schliefen, haben wir ein paar Igel gesehen. Zum Beispiel, weil sie zum Trinkschälchen täppelten. Oder weil sie ihr Geschäft nicht in ihrem Schlafzimmer erledigen wollten 😉

Fahren Sie bitte vorsichtig!

Auch für euch Leserinnen und Leser haben wir einige Tipps. Erstens: Wenn Sie einem Igel bei Dunkelheit begegnen, ist dies normal und er ist sehr wahrscheinlich auf Insektensuche. Zweitens: Entdecken Sie nachts einen kleinen Igel, beobachten Sie ihn bitte eine Weile. Taucht nach zehn Minuten seine Mutter nicht auf oder faucht aus dem Gebüsch, könnte es sein, dass der Jungigel verstossen worden ist. Dann lohnt es sich, eine Igelstation anzurufen. Die Fachleute dort können beurteilen, ob der Igel Hilfe braucht. Drittens: Wenn Sie einen Igel finden, der tagsüber unterwegs ist und sich nicht versteckt, ist das kein gutes Zeichen. Er ist vielleicht krank. Auch in diesem Fall sollte man eine Igelstation anrufen. Viertens: Füttern Sie die Igel nicht, sondern sorgen Sie in Ihrem Garten für Asthaufen, Hecken und Blumenwiesen, wo gesunde Igel ihr Futter finden. Fünftens: Seien Sie beim Autofahren bitte, bitte vorsichtig. So viele Igel wurden schon Opfer von unachtsamen Autofahrerinnen und -fahrern.

Gärten als Ersatzlebensräume

Vielleicht fragt ihr euch noch, weshalb Igel oft in Gärten leben? Früher, als es noch weniger asphaltierte Strassen gab, dafür mehr Hecken, offene Laubwälder und blumenreiche Mager- und Feuchtwiesen, hatten Igel überall Lebensräume. Es gibt diese Tiere nämlich schon seit Millionen von Jahren! Aber heute, im Jahr 2026, sind viele dieser natürlichen Lebensräume verschwunden, und viele Igel haben Ersatzwohnungen in unseren Gärten gefunden. Geben wir acht auf sie!

Von Lena, Emma, Liam und Alina
Schule Steinacker